Ein Wasserwechsel tut auch dem Doktorfisch dann und wann mal gut. Gelegen kommt’s dass ich gerade F-E-R-I-E-N habe – so nahm er mich mit auf eine Shopping Tour durch Bern (Derweil vergnügte er sich in der Aare, vermutlich mir irgendwelchen Doktorfischinnen oder so).
So ein Besuch in unserer Hauptstadt will natürlich gut vorbereitet sein, also krallte ich mir das Buch Ein Bernerschädel ist nicht fon Blastigg* und plante meine Tour.
Um zu shoppen sollte man in die Altstadt, liess ich mir sagen – kurz nachgeschlagen steht dort:
Über die Altstadt:
Wenn ich Bern von alen seiten anschaue da ist ein grosser unterschid. Das neu Bern ist viel viel moderner. Das alte Bern ist schön. Da sind zum beispiel die Häusern zusamengeklebt. Und das alte Bern scheint mir mer wert als das neue Bern! Das alte Bern ist ales aus Sandstein. Und das neue drumumen ist nur aus Steinbetong.
Die Shopping Tour durch die Altstadt endete auf einem Grossen Markt:
Über den Markt:
- Ich verkaufe Gemüsse, Apfel, birren, Panannen, Grebfrü und kabis.
- Ich würde schreihen: Komt Leute, frisches gemüse und lebensmitel zum ferkaufen Akzion Tomaten 2 kilo 1.50 stat 2.20.
Der Markt Liegt übrigens direkt vor dem Bundeshaus
Über das Bundeshaus:
- Im Bundeshaus wohnt der Bundesbräsident. Er schreibt den Bund.
- Vor dem Bundeshaus ist Märit. Innen nicht

Hier gab es mit den Kollegas Pascal, Christoph, Hansruedi und Moritz einen kleinen Businesslunch im “Il Grissino” (die beste Pizzeria von Bern??? Voll war sie auf jeden Fall) – Only joking! Die Herren drängten sich zwar auf, aber ich wollte einfach nur meine Ruhe haben – entspannt wäre die Sache eh nicht geworden und es sind ja schliesslich Ferien.
Zurück zum Auto (wo ist bloss das Parkticket?) – aha! Fr. 15.50

fast soviel wie ein SBB Halbtax-Ticket, aber wer reist den schon mit der Bahn – wäre ich doch glatt um den Genuss von sage und schreibe
26 Baustellenkilometer gekommen. 26 von knapp 100 zwischen Bern und Basel – ohne Übertreibung und nicht nur geschätzt, sondern gemessen!

Frankreich hat vermutlich gleichviel – aufs ganze Land verteilt!
Testfahrer haben’s wirklich nicht leicht in der Schweiz.
_______ * “Ein Bernerschädel ist nicht fon Blastigg” erschien 1975 im Benteli Verlag.
Berner Drittklässler bekamen ab und zu sonderbare Fragen vorgesetzt, die sich mit der Stadt Bern befassten. Die Antworten wurden unverändert gedruckt.