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- November 30th November 2006
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Und nachmachen!
Archiv für November, 2006
Ich habe es mir wirklich lange und sehr gründlich überlegt, ob ich diesen Artikel auch wirklich online stellen soll. Habe dann meinen ganzen Mut zusammengerauft und auf “veröffentlichen” geklickt.
Mit Strom hab ich irgendwie ein gespanntes Verhältnis (was für ein Wortspiel) . Dies stellte ich schon damals fest, als ich einmal aus versehen Phase und Nullleiter eines Kabels zusammen lötete. Vermutlich hätte ich dazu nicht mal einen Lötkolben gebraucht. Noch als ich im Dunkeln sass schwor ich mir so was nie wieder zu tun, niemalsnicht. Ausserdem ging beim Knall der Lötkolben kaputt.
aber ich schweife ab…
In meiner neuen Wohnung waren also diese zwei Steckdosen, welche auf
jeweils einem von drei Steckplätzen keinen Strom lieferte. Da ich genügend Platz hatte um all meine Stromspielzeuge mit Energie zu versorgen, beschloss ich das “Problem” zu ignorieren obwohl die Dosen mich ständig anflehten: “öffne mich! Schau nach ob du’s selbst reparieren kannst”
Die Immobilienverwalterin – vermutlich hat sie früher auch mal gelötet – war der Meinung, dass mit Strom nicht zu spassen sei und da alles korrekt zu funktionieren habe. Sie beauftragte einen Elektriker, auf die Sache einen Fachmännischen Blick zu werfen. Dieser kam dann auch prompt zwei Tage später vorbei, also heute.
Er hatte zwar etwas Mühe mit den 91(!!) Stufen die in meine Wohnung führen, war aber trotzdem noch zu Spässen aufgelegt. Er schaute sich die Sache kurz an, drückte den “Lichtschalter” über der Steckdose und die Lampe, die er eingesteckt hatte, erstrahlte – nicht im Glanze meines hochroten Kopfes, sondern im Licht der mit Strom versorgten Glühbirne!
grmpf!
Etwas Peinlich war mir die ganze Angelegenheit also schon! Also, äähm… so RICHTIG peinlich.
Auf dem Rapport steht nun:
Phase geprüft, Steckdose geschaltet und in stand gestellt (Fehler Vormieter)
VIELEN HERZLICHEN DANK! Somit kann ich erstens mein Gesicht wahren und zweitens muss ich die Rechnung nicht bezahlen!
Ein Hoch auf die Elektriker! (und auf die Zügelmänner, aber die hatten wir ja vor zwei Wochen schon)
Diese Überkopf-dreh-Dinger wollte ich mir nach ein paar Bierchen nicht mehr zumuten, hätte wohl eine schöne Schweinerei gegeben. Die Geisterbahn, das wär jetzt was. Keine harten Drehungen, kein grelles Licht, genau das richtige für mich – und danach direkt auf die Toilette, die Blase drückt nämlich schon seit dem Kettenkarussell!
Die Geisterbahn hat nichts mehr mit der Bahn, die ich noch von früher kannte gemeinsam, das bemerkte ich bereits am Kassenhäuschen. Stolze Fr. 7.- sollten wir für den Spass löhnen, dieser hielt sich allerdings in Grenzen – in sehr engen Grenzen. Erinnerte sie doch eher an einen Schaufensterbummel zur Weihnachtszeit – einfach mit blutigen Skeletten statt Tannenbäumen und Krippen. Nichts erschreckendes, keine coole Lasershow, gar nichts ausser Langeweile pur!
Ein wenig mulmig wurde es mir dann doch noch, nämlich dann als das Wägeli stoppte und die Notbeleuchtung einschaltete. Naja, immerhin besser als irgendwo kopfüber in einem Haltebügel zu hängen. Direkt vis-à-vis sass dann auch prompt einer dieser „Realgeister“ welcher sich sofort sein Totenkopfmäskeli zur Seite schob und sich eine Zigarette ansteckte. Irgendwie sahen all diese Handgriffe verdächtig routiniert aus.
Nach fünf Minuten (erwähnte ich bereits meine volle Blase?) erhielt ich einen Anruf von einem Kollegen dessen Wägeli es tatsächlich bis zum Ausgang geschafft hat. In diesem Moment stand meinem Geist das blanke Entsetzen in den Augen. “Hey, hier drin darf man nicht telefonieren! Das verursacht Störungen”, meinte er!
Aha!

Und nach weiteren fünf Minuten ging’s dann endlich weiter – noch zwei Meter bis zum Ausgang!
Geisterbahn: Nie mehr, niemalsnicht!
Der gesündeste Schlaf sei ja der Büroschlaf, glaubt zumindest der Volksmund zu wissen. Darum werde ich mich mal näher mit diesem Thema befassen.
Wovon ich dringend (wirklich dringend) abrate ist das klassische Nickerchen auf der Tastatur. Früher gab es zur Verhinderung eben jener ein wildes gepiepse wenn man mehr als 10 Tasten gleichzeitig drückte, heutzutage schafft man es jedoch kaum mehr den Keyboard Buffer zu füllen und riskiert somit auch mal mit Tastenabdrücken auf der Backe in ein Meeting zu laufen. Soll mitunter auch schon Nachteile bei Lohn- Quali- oder sonstigen Personalgesprächen gehabt haben.
Nicht weniger unempfehlenswert ist die Kopf nach hinten Kipp Schlaf Methode. Erstens sieht man wirklich unvorteilhaft aus, wenn man erwischt wird und zweitens – ich weiss ja nicht wie’s Euch geht – fange ich in solcher Pose immer ganz übel an zu schnarchen. Nicht unbedingt das, was man für ein ungestörtes Schläfchen brauchen kann.
Dabei könnt es einfacher gar nicht sein! Alles was man braucht ist eine schicke Einzelzelle wie der Fish eine hat (oder nen Kollegen der dicht hält), und eine Schachtel Büroklammern.
Und so geht’s:
Man schliesst die Tür, verteilt die Büroklammern auf dem Boden, legt sich hin und hält sein wohlverdientes Nickerchen. Ihr müsst unbedingt darauf achten, dass ihr mit den Füssen zur Türe liegt. Wird diese jetzt nämlich geöffnet, wird man geweckt und man tut so als würde man gerade die Klammern aufheben. In den meisten Fällen hilft die Person die einem entdeckt hat sogar mit.

Entsprechende Vorsicht ist natürlich auch hier geboten! Wenn einem noch eine Büroklammer auf der Stirn klebt, oder eine Sabber-Lache am Boden liegt, wirkt man äusserst unglaubwürdig! Erfahrungsberichte und Verbesserungsvorschläge bitte unbedingt in die Kommentare!