Archiv für Oktober, 2007

Pro Winterschlaf

Das wär doch was:

Man frisst sich den ganzen Sommer lang ne dicke fette Wampe an, legt sich im Herbst gemütlich ins warme Bettchen, pennt durch bis März und steht dann rank und schlank wieder auf.

Ich geb’s zu, ich beneide die Tiere schon ein wenig. PRO WINTERSCHLAF!

Man sprischt fran-sösisch

Es gibt genau zwei Gründe dafür, sich morgens um zwei aus dem Bett zu quälen: Entweder ist Weltuntergang, oder man fährt in die Ferien.

Drei Jungs und ein Mädel on Tour! Camping in Südfrankreich mit den Kollegen „Dägg“, „Junior“ und „Miss Sonnenschein“ – den Namen verdankt sie einer Flasche Whisky, doch das ist eine andere Geschichte – war angesagt. Ob ich das überlebe? Beim Gedanken daran, eine Woche lang mein geliebtes Bett gegen eine Luftmatratze zu tauschen sträubten sich meine Nackenhaare schon ein klein wenig und ich sage Euch jetzt schon: Wenn man morgens um vier mit voller Blase auf einem “Luftmatratzen-Hubbel” liegt, ist es definitiv unmöglich wieder einzuschlafen, auch wenn man sich das noch so sehr wünscht! Man kann den Toilettengang zwar durch geschicktes drehen und wenden ein wenig herauszögern, was aber das spätere aufstehen noch schlimmer macht. Aber einschlafen? Niemalsnicht! Vergesst es!

„Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel“, so der Volksmund. Guten Mutes und voller Hoffnung drückten wir mit schwerem Bleifuss unsere Karren machten wir uns also auf den Weg in die warmen Gefilde Südfrankreichs. Wenn doch bloss der Mistral dieses Sprichwort auch gekannt hätte! So kam es dann, dass ich jeweils am Abend mit zwei Pullis und Jacke an unserer „Lager-Taschenlampe“ sass, da offenes Feuer leider im ganzen Gebiet „strictement interdit“ war. Wenigstens wurde so das Bier nie kalt! Die Tage waren auch einigermassen warm, so dass wir doch das ein oder andere Mal ins im Meer pinkeln baden gehen konnten.

Da wir ausserhalb der Saison unterwegs waren, war unser Kaff ausgestorben wie eine verlassene Kulissenstadt im wilden Westen. Lediglich die vorbeirollenden Steppenläufer haben zur perfekten Westernidylle gefehlt. Leider hab ich aus diesem Grund auch meine absolute Lieblingsbar – die beste der nördlichen Erdhalbkugel (vermutlich) – nie von innen gesehen.


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In Frankreich – wer wusste das nicht – ist alles ein wenig grösser als bei uns. Die Bierchen kommen im imposanten 7.5dl Gewand daher und in einem handelsüblichen Zehnerpack sind 30 Flaschen zu finden. Daher waren wir auch nicht sonderlich verwundert, als wir auf einer Shopping-Tour den folgenden Einkaufswagen sahen:

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(Ich hol mal eben 30 Liter Wein pour les copains)

Weitere Details, zum Beispiel die des bereits in die Geschichte eingegangenen Mittwochs, darf ich hier leider nicht veröffentlichen, da dies gegen meine Verschwiegenheitserklärung verstossen würde. Wobei – in den Fingern jucken würde es mich schon. Ganz sicher, Miss Sonnenschein, ich schreib hier nicht rein wie Sie zu Ihrem Namen kamen

Heifäääääääääeeeeeeeeeeif

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